Archiv vor 2012

Europa an der Pesta

Hallo,
Ich heiße Adriana Radu und arbeite dieses Jahr an der Pestalozzischule als Sprachassistentin. Ich bin zweiundzwanzig Jahre alt und in einer kleinen Hafenstadt an der Donau, Oltenița, 60 km von Bukarest, im Süden von Rumänien, aufgewachsen.

Fremdsprachen haben mir immer gefallen und ich habe mit acht Jahren begonnen, Französisch, Englisch und Deutsch zu lernen. Allerdings waren drei Fremdsprachen zu viel für mich und deshalb habe ich für einige Jahre nicht mehr Deutsch gelernt. Aber mir ist es wichtig, Pläne, die ich gemacht habe, erfolgreich zu beenden, und deshalb habe ich beschlossen, Deutsch und Französisch an der Universität zu studieren.
Bitte lesen Sie weiter, auch auf Rumänisch, Englisch und Französisch


Besuch aus Burkina Faso

In der Woche vom 18.07. – 22.07.2011 war Adjouma Ouedraoga bei uns zu Besuch. Adjouma ist Deutschlehrer in Burkina Faso, in der Stadt Tiébélé, im Süden des Landes. Adjouma hospitierte in verschiedenen Klassenstufen, um einen Eindruck davon zu bekommen, wie in deutschen Schulen unterrichtet wird. Außerdem berichtete er ausführlich über seine Arbeit in Burkina Faso und zeigte den Schülern viele Fotos von seiner dortigen Schule. Mit Spannung und großem Interesse verfolgten die Schüler seinem Vortrag. Vor allem waren sie gefesselt von den Unterrichtsbedingungen der Schüler in Tiébélé. Adjouma unterrichtet zwischen 110 und 120 Schüler in seiner Klasse, die bis zu 60 verschiedene Sprachen sprechen. Der Unterricht beginnt bereits um 7 Uhr in der Frühe. Mittagspause ist von 12 – 15 Uhr. Danach findet noch einmal Unterricht bis um 17 Uhr statt. Da die Klassenzimmer viel zu klein sind, müssen Schüler, die zu spät kommen, auf dem Fußboden sitzen und von dort den Unterricht verfolgen. Die Klassenzimmer haben kein Licht, somit ist es sehr dunkel, die Arbeitsbedingungen sind schwierig. Die einzige Ausstattung in den Klassenzimmern ist eine Wandtafel. Fast alle Schüler laufen barfuß und so kam es leider vor einigen Wochen zu einem Todesfall. Ein Schüler wurde von einer Schlange gebissen und starb kurz darauf, da seine Eltern kein Geld hatten, um Medikamente zu kaufen. Dieser Vorfall beschäftigte die Durlacher Schüler noch sehr lange! Unvorstellbar war für sie auch die Tatsache, dass nur wenige Mädchen die Schule besuchen dürfen. Von klein auf, müssen sie mitarbeiten und mit 15 oder 16 Jahren werden die meisten Mädchen zwangsverheiratet.
Der sehr interessante und bewegende Vortrag von Adjouma führte in einigen Klassen zu spontanen Spendenaktionen. Wir freuen uns, weiterhin mit Adjouma in Kontakt zu bleiben. Eine Klasse möchte nach den Sommerferien z. B. eine Brieffreundschaft mit einer Klasse in Tiébélé beginnen.

 

Danke!

Über die großzügige Spende von 3500 € für einen Beamer mit Soundanlage
danken wir der BBBank herzlich!

 

Klasse 8 besichtigt BNN

Im Rahmen des Projekts "Zeitung in der Schule" konnten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8 drei Wochen lang täglich die BNN lesen und erfahren, welche Informationen man daraus entnehmen kann. Die Lokalredakteurin Patricia Kaluzny ließ sich bei einem Besuch hier in der Schule Löcher in den Bauch fragen und berichtete über ihre tägliche Arbeit in der Redaktion.
Im Deutschunterricht gestaltete die ganze Klasse in verschiedenen Gruppen eine komplette Zeitungsseite zum Thema "Berufsorientierung", wobei unterschiedliche Textformen einer Zeitung verwendet wurden: z.B. Bericht, Interview, Umfrage. Diese Seite erscheint demnächst im Lokalteil der BNN. Zum Abschluss des Projekts war die Klasse am 20. Mai mit den Klassenlehrern zu Gast im BNN-Verlagsgebäude in Neureut. Dort wurde zunächst die Redaktion besichtigt, dann gab es für alle ein Mittagessen in der Kantine und nachmittags konnte der Druck des "Karlsruher Kurier" auf der beeindruckenden und ohrenbetäubend lauten Rotationsmaschine hautnah miterlebt werden. Die Schülerinnen und Schüler wissen jetzt, wie eine Zeitung "gemacht" wird.

 

Förderprogramm "Gesunde Schule"

Ende Januar 2009 begann an der Pestalozzischule das Projekt Starker Rücken - starke Kinder. Finanziert mit 5000 € wird es im Rahmen des Förderprogrammes „Gesunde Schule“ durch die Technikerkrankenkasse.
Dieses Gesundheitsprojekt fördert die allgemeine und die rückenspezifische Fitness und unterstützt die Schüler und Lehrer dabei, besser auf ihre Haltung und Bewegung zu achten.
Jede Grundschulklasse kommt in den Genuss, sechsmal durch die Physiotherapeutin, Frau Farr, angeleitet zu werden. Das Kennenlernen von variierenden Sitzpositionen und kindgerechten Spielen und Übungen ist hierbei ein wesentlicher Aspekt und soll ausgleichend, auf den schon bei Kindern vorherrschenden Bewegungsmangel einwirken.
Um eine erkennbare Veränderung auszulösen, ist es wichtig, dass Elternhaus und Schule die Kinder hierbei unterstützen.

Fr. Nicole Battenfeld von der Technikerkrankenkasse überreicht Herrn Kühn in Form einer Riesen-Euro-Münze 5000 € zur Finanzierung des Projektes Starker Rücken–starke Kinder.

 

1. Schülervollversammlung an der Pestalozzischule Durlach

Am Mittwoch, 16.9.09., fand die erste Schülervollversammlung der Pestalozzischule statt.
Alle Schülerinnen und Schüler von den 2. Klassen bis zur 10. Klasse versammelten sich dazu in der
Sporthalle.


Matthias und Merve aus der 10. Klasse begrüßten als Schülersprecher die versammelten Schüler und Lehrer und wünschten allen einen guten Start ins neue Schuljahr. Außerdem appellierten sie an den Gemeinschaftssinn der Schülerinnen und Schüler und die Bedeutung eines fairen und freundlichen Umgangs  miteinander für ein gutes Schulklima.


Herr Rektor Kühn schloss sich in seinen Begrüßungsworten den guten Wünschen zum Schuljahresbeginn an und drückte aus, wie bewegend es für ihn sei, alle Schülerinnen und Schüler gemeinsam in der Sporthalle versammelt zu sehen. Weiter hob er in seiner Rede den Wert und die Verantwortung jedes einzelnen Schülers und jeder einzelnen Schülerin für die Pestalozzischule nach innen und nach außen hervor und fasste es zusammen mit den Worten: „Wir sind Pesta“.
Aufgelockert wurde die Vollversammlung durch die Aufführung eines Bewegungstanzes der Klasse 2c unter der Leitung von Frau Ehrler.


In der Präsentation eines Bildes, das von jeder Klasse erstellt wurde und in ein Gesamtbild eingefügt wurde, versinnbildlichte sich die bunte und vielfältige Gemeinschaft und verdeutlichte den Zusammenhalt innerhalb der Pestalozzischule.


Im Rahmen der Vollversammlung wurden auch eine ganze Reihe von Schülerinnen und Schülern vorgestellt, die verschiedene Aufgaben und Bereiche als Mediatoren, Umweltmentoren, Schulsportmentoren oder Schülerpaten übernommen haben.


Mit guten Wünschen der Schülersprecher wurde die Vollversammlung beendet und die Schülerinnen und Schüler in das neue Schuljahr entlassen.

 

Einführung des neuen Schulleitungsteams

Im Rahmen einer schönen Feier wurde am Freitag, den 06.03.2009 das neue Schulleitungsteam der Pestalozzischule ernannt.
Herr Klaus Kühn und Frau Alexandra Christmann wurden von Frau Schulamtsdirektorin Bärbel Raquet in der neu gestrichenen und frühlingshaft dekorierten Turnhalle der Pestalozzischule in ihr Amt als Rektor und Konrektorin eingeführt. Untermalt wurde das offizielle Programm durch originelle Beiträge der Schülerinnen und Schüler und des Kollegiums.

 

Alle mal herhören!

Morsal Bayat (Kl.6) qualifiziert sich beim Vorlesewettbewerb als Stadtsiegerin in Karlsruhe für den Bezirksentscheid in Mannheim!

Der Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels wird seit 1959 jährlich vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Zusammenarbeit mit Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen und weiteren kulturellen Einrichtungen durchgeführt. Er zählt zu den größten bundesweiten Schülerwettbewerben. Mehr als 700.000 Kinder der 6. Klassen aller Schularten beteiligen sich jedes Jahr an rund 8.000 Schulen.

Als Klassen- und damit Schulsiegerin nahm Morsal Bayat (Kl.6) bereits am 12. Februar 2009 an der Qualifizierung für den Stadtentscheid teil und belegte unter 20 teilnehmenden Schulen (darunter einige Gymnasien) einen sagenhaften 2. Platz.
Nun wird Morsal am 24.04.09 als Stadtsiegerin in Karlsruhe am Bezirksentscheid, der in Mannheim ausgetragen wird, teilnehmen.
Die Pesta, ganz besonders die Klasse 6 und Frau Wörner, sind mächtig stolz auf Morsal und werden ihr für Mannheim ganz fest die Daumen drücken!

 

Fußstapfenaktion der Initiative Sicherer Schulweg ISS



Scheckübergabe als Dank für bürgerliches Engagement und Zivilcourage



In den Jahren 1996 und 1997 schlug die drohende und dann erfolgte Schließung der Weltfirma Pfaff nicht nur am Standort Durlach hohe Wellen. So schlossen sich etwa am 20. März 1997 Belegschaft, Betriebsrat und IG Metall mit dem Ortschaftsrat und damaligen Ortsvorsteher Wolfgang Altfelix, mit zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern sowie Schulleitung, Lehrern und Klassen der Pestalozzischule zum Protest gegen die Schließung zur Menschenkette um das Werk zusammen.

Dass alles Wehren leider nichts nutzte, wissen wir heute. Nicht vergessen hatten aber Betriebsrat und die letzten "Pfaffianer", wie engagiert und solidarisch die Pestalozzischule sich damals verhalten hatten (die Schulleitung musste gegenüber der vorgesetzten Behörde u. a. sogar nachweisen, dass die Demonstration in der unterrichtsfreien Zeit stattfand bzw. dass der versäumte Unterricht nachgeholt wurde). Als nun nach Abwicklung aller betrieblichen Vorgänge noch ein Rest in der Kasse war und das damalige Solidaritätskonto aufgehoben werden musste, beschlossen die Vertrauensleute, das Geld - über 1.700 Euro - dem Förderverein der Pestalozzischule Durlach zukommen zu lassen.

Als Dank für das bürgerschaftliche Engagement und die Zivilcourage übergaben der Verwalter des Solidaritätskontos Gottfried Schmidt (damals Betriebsrat und Vorsitzender des Vertrauenskörpers - Bild: 4. v.l.) und Gewerkschaftssekretär Angel Stürmlinger (1. Bevollmächtigter der IG Metall Karlsruhe - Bild: 3. v.r.) die Summe am Donnerstag, 29. Mai 2008, um 12 Uhr im Durlacher Rathaus in Anwesenheit von Ortsvorsteherin Alexandra Ries (Bild: 1. v.l.) und dem Leiter der Abteilung Jugend und Soziales Roland Laue (Bild: 1. v.r.) an Rektor Gerald Rieger (Bild: 2. v.r.), Konrektor Klaus Kühn (Bild: 2. v.l.), sowie Elke Frey (Bild: 3. v.l.), die Vorsitzende des Fördervereins der Pestalozzischule.

Elke Frey äußerte sich dankbar über den überaschenden Geldsegen und erläuterte die konkreten Pläne, die der Förderverein mit dem Geld hat. In erster Linie werde der Bestand an Musikinstrumenten in der Pestalozzischule kompletiert, des Weiteren fließt ein Teil in das BEO-Projekt, das die Schülerinnen und Schüler intensiv auf das Berufsleben vorbereiten soll. Soziale Aspekte kommen bei der Pestalozzischule damals wie heute nicht zu kurz, und deshalb werden mit dem Geld einzelne sozial benachteiligte Schüler unterschützt, indem ihnen in dringenden Fällen ein Zuschuss, zum Beispiel zu Buchanschaffungen oder zum Schulausflug, gewährt wird.

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